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Vierzehnheiligen-Interaktiv

Bildungszentrum Vierzehnheiligen verabschiedet 34 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen

Die Jahrgangsbesten: (v.l.n.r) Anna Mederer, beste Absolventin der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung (Durchschnitt 1,6), Sophie Prasser, beste Abschlussprüfung zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin (Durchschnitt 2,7); Nadine Wich, beste Absolventin der Berufsfachschule für Kinderpflege (Durchschnitt 1,2) und Julia Knorz, beste Absolventin der Ausbildung zur Helferin für Ernährung und Versorgung (Durchschnitt 1,7).

Corona-bedingt fand die offizielle Abschlussfeier am Bildungszentrum Vierzehnheiligen der GGSD in diesem Jahr nur im engsten Kreis der Schulgemeinschaft statt. Alle Schülerinnen der 12. Klasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung haben die Abschlussprüfung zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin erfolgreich bestanden. Entsprechend stolz nahmen sie ihre Abschlusszeugnisse unisono mit dem Slogan „Niemand ist perfekt, aber als Hauswirtschafterin ist man verdammt nah dran“, entgegen. Die Absolventinnen der Ausbildung zum*r Helfer*in für Ernährung und Versorgung haben hingegen mit ihrem Abschluss die erste Hürde auf dem Weg zur Hauswirtschafterin genommen und kehren ab September an die Berufsfachschule zurück. Auch alle Schüler*innen der Berufsfachschule für Kinderpflege haben die Abschlussprüfung zum*r staatlich geprüften Kinderpfleger*in erfolgreich gemeistert. Schulleiterin Elvira Berkel betonte, dass trotz zeitweiser Schulschließung und Homeschooling alle Absolvent*innen während der Abschlussprüfungen ihr Bestes gegeben hätten und deshalb stolz auf die erreichten Leistungen sein könnten. Jahrgangsbeste an der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung war in diesem Jahr Anna Mederer (Durchschnitt 1,6). Nadine Wich erhielt als beste Absolventin der Berufsfachschule für Kinderpflege (Durchschnitt 1,2) eine Anerkennungsurkunde der Regierung Oberfranken.

Unter Einhaltung der Corona-bedingten Auflagen organisierten die Schüler*innen des nächsten Abschlussjahrgangs traditionell die Abschlussfeier. Anstelle des sonst reichlich gestalteten Büfetts packten die Hauswirtschaftsschüler*innen der EuV 19 liebevoll ein Lunchpaket-to-go. Dazu überreichten die Schüler*innen der Kinderpflege 19 eine Tasse mit Klassenfoto als Erinnerung an die Ausbildungszeit in Vierzehnheiligen. Eine Tanzeinlage im Freien, rundete das Programm ab.

Lehrkräfte nähen Masken


Schutzmasken sind in aller Munde, derzeit jedoch ein knappes Gut. Um für einen möglichen Schulstart in den nächsten Wochen vorbereitet zu sein, nähen Lehrkräfte der GGSD Berufsfachschulen in Vierzehnheiligen in Eigeninitiative Behelfs-Mund-Nasen-Masken für Schüler und Mitarbeiter.

Foto: GGSD
Fachlehrerin Beatrice Kaiser demonstriert eine der gefertigten Behelfs-Mund-Nasen-Masken

In den letzten Wochen haben die Lehrkräfte und Mitarbeiter der GGSD Berufsfachschulen für Kinderpflege und Ernährung und Versorgung in Vierzehnheiligen neben der Vorbereitung von Unterrichtsmaterialien für den Heimunterricht in der Freizeit Behelfs-Mund-Nasen-Masken genäht. Unter Anleitung der Fachlehrerinnen für Hauswirtschaft sind so bereits eine Vielzahl an Masken für Schüler*innen und Mitarbeiter*innen des Bildungszentrums entstanden.
Wenn der Schulbetrieb in einiger Zeit wieder beginnt, möchten die Berufsfachschulen nicht nur in schulischen Belangen, sondern auch in punkto Infektionsschutz gut vorbereitet sein. Unter Einhaltung und Erweiterung der auch schon vor der Corona-Krise an den Berufsfachschulen praktizierten Hygienemaßnahmen hoffen die Lehrkräfte durch ihre Aktion mitzuhelfen, die Infektionsrate niedrig zu halten. Auch wenn man sich und andere durch das Tragen der Behelfs-Masken nur bedingt vor einer Infektion schützen kann, so sind diese dennoch sinnvoll. Dennbeim Husten, Niesen oder Sprechen werden Tröpfchen freigesetzt, die möglicherweise Viren enthalten können. „Das Tragen wird zunächst sicher ein völlig ungewohntes Gefühl des Miteinanders werden, an das man sich jedoch sicher schnell gewöhnen wird, da es eine Möglichkeit darstellt, vielleicht bald wieder in den gewohnten Schulalltag zurückzukehren“, so Fachlehrkraft für Hauswirtschaft Beatrice Kaiser.

Das Bildungszentrum Vierzehnheiligen wünscht schöne Ferien!

Digitalisierung erreicht auch die Hauswirtschaft mit vollem Schwung


Die Lebensmittelbestellung wird online aufgegeben, die Waschmaschine per App gesteuert und der Kühlschrank verfügt über ein Display, das beispielsweise anzeigt, wann der Lieblingsjoghurt sein Verfallsdatum erreicht. Dies sind nur wenige Beispiele, die zeigen, in welchen hauswirtschaftlichen Bereichen die Digitalisierung Einzug gehalten hat. Damit die Auszubildenden der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung aus Vierzehnheiligen diesbezüglich up to date sind, lehrt Beatrice Kaiser seit diesem Schuljahr das Wahlpflichtfach „Digitalisierung in der Hauswirtschaft“.

Vielen fällt zu diesem Thema gleich die Multifunktions-Küchenmaschine der Unternehmensgruppe Vorwerk ein - der berühmte THERMOMIX. Da die Schulküche in Vierzehnheiligen nicht über ein solches Gerät verfügt, besuchte Manuela Bentalage, ehemalige Vertriebsangestellte der Unternehmensgruppe Vorwerk, am 5. Februar 2020 die Schülerinnen der EuV 18 und informierte über Funktion und Bedienung des Thermomix.

„Guided Cooking“ („Geführtes Kochen“) nennt Vorwerk das Prinzip des derzeitigen Modells TM 5, der rühren, mixen, vermischen, zerkleinern, kochen, dampfgaren, wiegen, mahlen, kneten, schlagen, erhitzen und emulgieren kann. Außerdem ist der Thermomix mit einem Chip ausgestattet, auf dem zahlreiche Rezepte gespeichert sind. Beim Zubereiten von Brötchen, herzhaftem Aufstrich, knackigem Rohkostsalat, auf dem Punkt gegartem Gemüse und köstlicher Soße testeten alle Auszubildenden die Multifunktions-Küchenmaschine auf Herz und Nieren. 

Einblick in die Welt der Kräuter

Kräuterpädagogin Stefanie Schütz zu Gast im Unterricht am Bildungszentrum Vierzehnheiligen

Vor kurzem war Kräuterpädagogin Stefanie Schütz am Bildungszentrum Vierzehnheiligen zu Gast, um der Klasse EuV 17a der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung die Welt der Kräuter näher zu bringen. Im Gepäck hatte sie verschiedene selbst hergestellte Produkte sowie zahlreiche Stationen, an denen die Schülerinnen unterschiedliche Dinge ausprobieren konnten: So zum Beispiel ein Kräutersalz mit frischen Gartenkräutern, einen Kräuterzucker mit Rosenblüten und Pfefferminze oder ein Lippenbalsam mit Bienenwachs. An einer weiteren Station konnten die Schülerinnen zudem aus Quitten einen Essig oder Marmelade herstellen und aus geräuchertem Tofu und Kidneybohnen einen veganen Aufstrich zubereiten.

Neben den unterschiedlichen Verarbeitungsmöglichkeiten befasste sich die EuV 17a auch mit der heilfördernden Wirkung der verwendeten Kräuter. So wirkt Pfefferminze beispielsweise beruhigend, Blutdruck senkend und beugt Herzinfarkten vor. Der für einen mediterranen Kartoffelsalat verwendet Blutampfer besitzt hingegen eine blutreinigende Wirkung. Er ist außerdem appetitfördernd und harntreibend.

Alle Produkte wurden am Ende verkostet. Der Einblick in die Welt der Kräuter mit Stefanie Schütz war für alle ein sehr lehrreiches und spannendes Erlebnis.

Text:
EuV 17A

Englischunterricht einmal anders


Fächerübergreifendes Projekt „Thanksgiving“ der EuV 19 am Bildungszentrum Vierzehnheiligen

Thanksgiving, auch bekannt als Erntedankfest, wird in den Vereinigten Staaten und Kanada immer am vierten Donnerstag im November gefeiert. Dem amerikanischen Nationalfeiertag näherte sich die EuV 19 im Englischunterricht in Vierzehnheiligen diesmal auf eine ganz besondere Weise: „Kochen auf Englisch“ und zwar mehrere Spezialitäten.

Eine kleine Herausforderung war es zunächst, alle Rezepte zu übersetzen. Englischlehrer Christopher Dels stand den Schülerinnen und Schülern hierbei unterstützend zur Seite. Als diese Aufgabe erfolgreich gemeistert war, konnte mit der Zubereitung der einzelnen Gerichte unter Anleitung von Hauswirtschaftslehrerin Kerstin Schwappacher begonnen werden.

Während der gesamten Vorbereitungszeit unterhielten sich die Schülerinnen und Schülern ausschließlich auf Englisch, um sich besser in das Fest einfühlen zu können.

Eine sehr gute Unterstützung leistete Herr Dels auch beim Schälen oder Ausstechen verschiedener Formen.

Pünktlich zur Mittagszeit waren alle Gerichte fertig und konnten gemeinsam gegessen werden.

Autorin
Katharina Süppel
EuV 19

Kursabschluss - Weiterbildung Gerontopsychiatrische Pflege und Betreuung 2018/19

Das Seminar für Fort- und Weiterbildung der GGSD verabschiedete am 15.10.2019 den Kurs "Gerontopsychiatrische Pflege und Betreuung 2018/19" am Bildungszentrum Vierzehnheiligen.

Wir gratulieren allen Kursteilnehmerinnen zum erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung und wünschen ihnen alles Gute für die berufliche Zukunft!

Jubiläum am Bildungszentrum Vierzehnheiligen

Kinderpflege feiert 50-jähriges Bestehen

Fünf Jahrzehnte Kinderpflege-Ausbildung in Vierzehnheiligen: Dieses Jubiläum feierte die Berufsfachschule für Kinderpflege der GGSD in Vierzehnheiligen am vergangenen Freitag mit rund 80 geladenen Gästen aus Politik, Kirche, Schul- und Sozialwesen sowie mit Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Mitarbeitern des Bildungszentrums Vierzehnheiligen. Den Feierlichkeiten ging zunächst ein ökumenischer Festgottesdienst in der nahegelegenen Kapelle der Franziskusschwestern mit Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen und Professor Dr. Elmar Koziel voran. Im Anschluss hieß Schulleiterin Elvira Berkel die Gäste zum Festakt im Konrad-Saal willkommen. Neben der GGSD Geschäftsführerin Ute Kick waren zahlreiche Ehrengäste der Einladung an das Bildungszentrum gefolgt. Die leitende Regierungsschuldirektorin der Regierung von Oberfranken, Martina Schulz, die Generaloberin der Franziskusschwestern, Sr. Regina Pröls, der Stellvertreter des Landrats des Landkreises Lichtenfels, Helmut Fischer, sowie der 2. Bürgermeister der Stadt Bad Staffelstein Hans-Josef Stich und die 2. Bürgermeisterin der Stadt Lichtenfels, Sabine Rießner überbrachten Glückwünsche zum Jubiläum. Verschiedene Schülerbeiträge in Form von Videoclips, Liedern und kleinen Show-Einlagen vermochten die Festgäste zwischen den einzelnen Redebeiträgen immer wieder zu begeistern.

Grundlehrgang für Sozialberufe als Ausgangspunkt

Den Grundstein der heutigen Kinderpflege-Ausbildung in Vierzehnheiligen legte die Kongregation der St. Franziskusschwestern im Jahr 1969. „Kinderpflege“ war zunächst ein Grundlehrgang für Sozialberufe, der in Vierzehnheiligen bis in das Jahr 1978 angeboten wurde. Der erfolgreiche Abschluss des Grundlehrgangs galt als Ausbildungsjahr für sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe, die eine hauswirtschaftliche Vorbildung verlangten. Ab 1978 befähigte der erfolgreiche Abschluss des Grundlehrganges für Sozialberufe zur Führung der Bezeichnung „Staatlich geprüfte Kinderpflegerin und geprüfte Hauswirtschaftsgehilfin“. Im Jahr 1991 erhielt die Berufsfachschule für Kinderpflege in Vierzehnheiligen schließlich die staatliche Anerkennung für die 2-jährige Ausbildung „zum/r staatlich geprüften Kinderpfleger/in“. 2014 stand die Berufsfachschule auf Grund mangelnder Schülerzahl zunächst vor der Schließung, bevor sie zusammen mit der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung von der GGSD übernommen wurde. Seither hat sich in Vierzehnheiligen ein Bildungszentrum mit Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten mit teils überregionaler Bedeutung entwickelt.

Ausbildung im Wandel

Schulleiterin Elvira Berkel resümierte, dass in den letzten 50 Jahren die Werte einem Wandel unterzogen gewesen seien. Die Zeit sei schnelllebiger geworden, Technik und Handy bestimmten zunehmend den Alltag auch in der Schule. „Doch der Mensch und seine Persönlichkeit sind das einzige Konstante!“. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kinderpflege-Ausbildung war nicht nur in den Grußworten der Ehrengäste sondern auch in verschiedenen Beiträgen der Schülerinnen und Schüler ein Thema. Wie sah die Ausbildung in der Vergangenheit im Vergleich zur Gegenwart aus? Übernehmen in Zukunft Roboter den Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag in Kindergärten? Diesen und weiteren Fragestellungen widmeten sich die Auszubildenden in verschiedenen Video-Clips teils auf lustig-ironische Weise.

Im Anschluss an den Festakt waren aller Besucherinnen und Besucher zu einem Buffet im Schulhaus eingeladen, das von den Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung vorbereitet wurde.

Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Kinderpflege bildeten ein Spalier und geleiteten die Gäste vom Konrad-Saal in das Schulgebäude.

Eine Fotoausstellung mit Bildern aus fünf Jahrzehnten Kinderpflege-Ausbildung stieß auf großes Interesse.

In zwei Unterrichtsräumen stellten sich die Ausbildungsrichtungen Kinderpflege und Ernährung und Versorgung den Besucherinnen und Besuchern vor.

Abschlussfeier der Berufsfachschulen am Bildungszentrum Vierzehnheiligen 2019


36 Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschulen für Kinderpflege und Ernährung und Versorgung erhielten am vergangenen Freitag im Beisein von Angehörigen und Lehrkräften am Bildungszentrum Vierzehnheiligen der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD) ihre Abschlusszeugnisse. Für diese beginnt nach dem Ende der zwei- bzw. dreijährigen Ausbildungszeit mit der Zeugnisübergabe ein neuer Lebensabschnitt. Die Abschlussfeier war für Schulleiterin Elvira Berkel in diesem Jahr gleichzeitig eine kleine Premiere, da sie erstmals eine 12. Klasse des Ausbildungszweigs Ernährung und Versorgung  verabschieden durfte. Die neue Jahrgangsstufe wurde zu Beginn des zurückliegenden Schuljahres eingerichtet und führt bereits ausgebildete Helfer/innen im Bereich Ernährung und Versorgung zum staatlich anerkannten Abschluss „Assistent/in für Ernährung und Versorgung“ sowie zum mittleren Schulabschluss.

Preise und Urkunden für hervorragende Leistungen

In ihrer Abschlussrede würdigte Schulleiterin Elvira Berkel das Engagement der Absolventinnen und Absolventen. Ein besonderes Lob wurde dabei den Jahrgangsbesten zuteil, diese erhielten neben dem Zeugnis zusätzlich eine Auszeichnung: Emma Hümmer schloss die Ausbildung zur Assistentin für Ernährung und Versorgung mit einer Bestleistung (Notendurchschnitt 1,0) ab, sie erhielt hierfür eine Staatspreisurkunde verbunden mit einem Geldpreis. Ebenfalls für hervorragende Leistungen mit einer Staatspreisurkunde ausgezeichnet wurden Eva Schick, Assistentin für Ernährung und Versorgung (Notendurchschnitt 1,07), Anna Mederer, Helferin für Ernährung und Versorgung (Notendurchschnitt:1,4) und Georg Abilijev, staatlich anerkannter Kinderpfleger (Notendurchschnitt:1,4).
Insgesamt erhielten am Bildungszentrum Vierzehnheiligen 36 Absolventinnen und Absolventen ihr Abschlusszeugnis: 19 davon sind staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in, 8 staatlich anerkannte/r Assistent/in für Ernährung und Versorgung und 9 Helfer/in für Ernährung und Versorgung. 21 Absolventinnen und Absolventen haben außerdem den mittleren Schulabschluss erworben.

Gute berufliche Perspektiven

„Wer etwas nicht will, sucht Gründe. Wer etwas will, sucht Wege.“ Mit diesem Zitat von Harald Kostial verabschiedete Schulleiterin Elvira Berkel die Absolventinnen und Absolventen in den neuen Lebensabschnitt. Die meisten der Absolventen der Berufsfachschule für Kinderpflege haben bereits eine Festanstellung,  einige von ihnen bilden sich darüber hinaus zum/r Erzieher/in oder zum/r Ergotherapeut/in weiter. Die Mehrzahl der Absolventinnen der 12. Klasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung besucht zukünftig eine Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement.

Kursabschluss - Vorbereitungskurs auf die Externenprüfung zum/r Kinderpfleger/in

Das Seminar für Fort- und Weiterbildung am Bildungszentrum Vierzehnheiligen verabschiedete Ende Juli den 1. Vorbereitungskurs auf die Externenprüfung zum/r Kinderpfleger/in der Aussenstelle Bayreuth.

Absolventen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung erhalten Freisprechung

Die Absolventen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung erhielten im Juli in Vierzehnheiligen die Freisprechung als staatlich geprüfte Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter.

Gesundheitstag ist am Bildungszentrum Vierzehnheiligen nun fest etabliert


Zum dritten Mal in Folge fand unter der Leitung von Cornelia Wilken und Chris Dels kürzlich der Gesundheitstag der Berufsfachschulen für Kinderpflege und Ernährung und Versorgung am Bildungszentrum Vierzehnheiligen statt. Nach dem Erfolg der beiden letzten Jahre stand der Tag auch diesmal ganz im Zeichen gesunder Ernährung und Bewegung und sollte die Schülerinnen und Schüler mit dem inzwischen fest etablierten „4,14-heiligen Bergsprint und dem Wettbewerb „Iss dich fit“ zu einem gesunden Lebensstil motivieren. Auf den Bergsprint haben sich die Schülerinnen und Schüler der beiden Berufsfachschulen mit Sportlehrer und Iron-Man-Gewinner Chris Dels bereits mehrere Wochen lang eifrig vorbereitet. Darüber hinaus standen auch diesmal zahlreiche weitere Aktionen im Bereich Ernährung auf dem Programm. Wie eng Bewegung und Ernährung dabei zusammenhängen, wurde durch die einzelnen Ergebnisse teils deutlich sichtbar.

Erstplatzierte in der Wertung der Mädchen über 4,14 Kilometer: Sachnaa Togtokh - EuV 16 (Zeit 0:29:50); danach Marina Schütz – EuV 17 (Zeit 0:35:10) und Viviane Dzwoniarski - KI 18 (Zeit 0:35:36)

Erstplatzierter in der Wertung der Jungen über 4,14 Kilometer: Michael Köhnlein - EuV 16 (Zeit 0:17:20); danach Michael Gembus - KI 17 (Zeit 0:34:01) und Tim Kraus - KI 18 (Zeit 0:35:36)

In der Klassenwertung über 4,14 Kilometer siegte die Klasse KI 18

Iss dich fit mit 5 am Tag!

Gemüse und Obst verbessern nachweislich den Gesundheitszustand und können das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten senken. In Deutschland wurde deshalb vor einigen Jahren durch den Verein 5 am Tag e. V die Gesundheitskampagne „5 am Tag“ gestartet. Die zentrale Botschaft lautet: Täglich mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst zu essen (3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst). Das entspricht täglich rund 400 g Gemüse und etwa 250 g Obst. Von 13. Mai bis 06. Juni läuft hierzu ein Wettbewerb an den beiden Berufsfachschulen. Jede Klasse bekommt dabei einen Spielplan in den jede Schülerinnen und jeder Schüler seine Gemüse- und Obst-Portionen eintragen kann. Am Ende wird ausgezählt und die Klasse mit dem besten Ergebnis erhält als Belohnung einen Pokal und einen Korb mit Obst und Gemüse.

Kalorien verbrennen auf dem Fahrrad-Ergometer

Einem guten Burger oder Schokoriegel kann man oftmals nur schwer widerstehen. In der Regel ist der Verzehr solcher Lebensmittel jedoch auch mit der Aufnahme vieler Kalorien verbunden. Aber wie lange dauert es eigentlich, diese wieder zu verbrennen? Dieser Frage widmete sich die Aktion „Fahrrad – Ergometer“ am Gesundheitstag. Ziel war es, möglichst viele Kalorien auf dem Ergometer „abzuradeln“. Hierzu wurden die Schülerinnen und Schüler in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe radelte insgesamt 24 Minuten, alle 2 Minuten wechselten die Teammitglieder, am Ende wurden alle abtrainierten Kalorien auf einem Laufzettel notiert. Gewinner war die Gruppe „die motivierten Killerbienen“.

„Ernährungswürfel“

Der Ernährungswürfel vermittelte Informationen zu saisonalen und regionalen Aspekten der Ernährung sowie zu den aktuellen Verzehrempfehlungen. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lebensmittel in eine saisonale Ernährungspyramide einordnen. Der interaktive Ernährungswürfel ist Teil der Kampagne „Bayern schmecken - die Region entdecken“ und kann ebenso wie das Fahrrad-Ergometer und die virtuelle Küche vom  „KErn – Kompetenzzentrum für Ernährung“ Bayern geliehen werden.

Virtuelle Küche

Wie lagere ich Lebensmittel richtig? Kommen Tomaten und Gurken in den Kühlschrank oder nicht? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Lebensmittellagerung,  - Einkauf und Wertschätzung gab die digitale Anwendung „Virtuelle Küche“ auf einem Touch-Monitor.

 

Sechs Mal Bestnote erzielt

SFW Vierzehnheiligen verabschiedet dritten PDL – Basiskurs

Gleich sechs Mal wurde vor kurzem am Seminar für Fort- und Weiterbildung in Vierzehnheiligen die Bestnote im PDL – Basiskurs verliehen. Manuela Denk, Caroline Doppel, Lisa Engel, Romy Knauer, Jasmin Schlee und Lisa Teichtweier erreichten jeweils die Traumnote 1,0. Bei der Abschlussprüfung überzeugten jedoch auch alle anderen zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit hervorragenden Leistungen und erreichten im Durchschnitt gute bis sehr gute Ergebnisse.

Im Rahmen einer feierlichen Verabschiedung, an der sowohl die Kursleitung Maria Schraud, die Gesamtleitung des Seminars für Fort- und Weiterbildung Andrea Zanker sowie Dozentin und Prüferin Dr. Tamara Gehring - Vorbeck teilnahmen, fand die Übergabe der Zeugnisse und Urkunden statt.

Die neuen „verantwortlichen Pflegefachkräfte“, die bereits in unterschiedlichen Einsatzfeldern von der ambulanten, der stationären bis hin zur Intensivpflege tätig waren und die Weiterbildung berufsbegleitend absolvierten, eröffnen sich gute berufliche Aufstiegschancen mit der Aussicht auf eine Leitungsposition. Sechs der Absolventinnen und Absolventen haben sich bereits entschieden, den ab Mai startenden PDL – Aufbaukurs in Vierzehnheiligen zu besuchen.

Kursabschluss - Basiskurs Palliative Care für Pflegende

Antonia Mönch vom Bildungszentrum Vierzehnheiligen überzeugt auch beim Bezirksentscheid des hauswirtschaftlichen Berufswettbewerbs

v. l. n. r.: Christine Reitelshöfer (Bayerischer Bauernverband); Jule Marie Thiemann, Kronach; Antonia Mönch, Bad Staffelstein/Vierzehnheiligen; Anna-Maria Meermann, Kammerstein; Leonie Schoplocher, Büchenbach; Günther Felßner (Bayerischer Bauernverband)

Zusammen mit zehn weiteren Auszubildenden stellte sich Antonia Mönch in der vergangenen Woche den Aufgaben des hauswirtschaftlichen Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend beim Bezirksentscheid in Triesdorf. Die Schülerin der 12. Klasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung am Bildungszentrum Vierzehnheiligen der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD) überzeugte bereits beim Kreisentscheid mit einer ansprechenden Präsentation ihrer beiden „Salate – to go“. Nun stand sie mit ihrem Osterbrunch bestehend aus Bircher Müsli mit Karotte, einem Quiche aus Mürbteig mit Karotte sowie einem Smoothie mit Rote Bete und Karotte erneut auf dem Siegerpodest. Als Zweitplatzierte hat sie sich für den Landesentscheid des hauswirtschaftlichen Berufswettbewerbs am 10. und 11. April 2019 in Triesdorf qualifiziert.
Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend findet alle zwei Jahre für Grüne Berufe statt. In den Sparten Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Forstwirtschaft, Tierwirtschaft und Weinbau werden die Besten der Besten gesucht. Teilnehmen können alle, die sich in einer Berufsausbildung oder Fortbildung in den genannten Bereichen befinden.

Impressionen vom Tag der offenen Tür 2019

3. Fachtag für Einrichtungen der Behindertenhilfe am Bildungszentrum Vierzehnheiligen


Rund sechzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in diesem Jahr zum Fachtag für Einrichtungen der Behindertenhilfe, zu dem die nordbayerischen Fachschulen für Heilerziehungspflege der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD) an das Bildungszentrum Vierzehnheiligen eingeladen hatten. Der Fachtag fand bereits zum dritten Mal in Folge in Vierzehnheiligen statt und bot den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kooperationspartner der GGSD-Fachschulen ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm. Mit einem breiten Spektrum an Themen aus den Bereichen Berufliche Teilhabe, Ernährung und Bewegung, Personzentrierte Arbeit und Suchtmittelkonsum vermochte die Veranstaltung wichtige fachliche Impulse zu setzen.

Als Referenten standen diesmal Kuno Eichner, Leiter des Projekts „integra MENSCH“ der Lebenshilfe Bamberg, Anja Kropfelder, Inhaberin movefit Fitnesscoaching Bamberg, Chris Dels, Lehrkraft für Englisch und Sport an den GGSD-Schulen Vierzehnheiligen und Schweinfurt und Ironman Weltmeister 2018 über die Mitteldistanz, Sascha Turtschany, Einrichtungsleiter Bereich Wohnen der Lebenshilfe Schweinfurt, Karin Wolf, Fachbereichsleitung und stellvertretende Einrichtungsleitung Bereich Wohnen der Lebenshilfe Schweinfurt und Roland Keil, Geschäftsführer der Sozialen Dienstleistungen Keil zur Verfügung. Durch das Tagungsprogramm führte Heinrich Moethe, Pädagogischer Mitarbeiter des GGSD-Studienzentrums Nürnberg der Hamburger Fern-Hochschule. Gastgeber des Fachtags waren Schulleiter Frank Fischer (Schweinfurt), die stellvertretende Schulleiterin Annett Heinze (Coburg), Barbara Hannig in Vertretung von Silke Heming (Bayreuth) und Michaela Kümmerl in Vertretung von Marcel Haas (Nürnberg). Zum ersten Mal dabei war auch die neue Schulleiterin der Fachschule für Heilerziehungspflege (in Gründung) Herzogenaurach, Linda Hierl.

Kuno Eichner stellte die Einrichtung  „integra MENSCH“ vor, die sich zum Ziel gesetzt hat, echte Inklusion zu fördern, indem Menschen mit Behinderung ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend dort arbeiten, wo „alle“ arbeiten. Zu diesem Zweck schließt er Kooperationen mit Bamberger Betrieben und bringt mit diesen erfolgreiche Patenschaften auf den Weg.

Ernährungsberaterin und Fitness-Coach Anja Kropfelder und Lehrer und Weltmeister im Ironman Chris Dels, zeigten im Anschluss wie Bewegung und Ernährung auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil ineinandergreifen. Neben Motivation und Disziplin ist die Kenntnis von Ernährungsgrundlagen der Schlüssel zum Erfolg. Praktisch veranschaulicht wurde dies durch ein ansprechendes Buffet der Schülerinnen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung aus Schweinfurt und Vierzehnheiligen, ergänzt durch die HEP-Schulen Coburg/ Nürnberg.

Warum es Sinn macht nach einem klaren fachlichen Konzept zu arbeiten, stellten Karin Wolf und Sascha Turtschany am Beispiel des Personzentrierten Arbeitens in einer gemeinschaftlichen Wohnform der Eingliederungshilfe dar. Als Vorteile hoben sie dabei insbesondere das tiefgreifende Verständnis eines humanistischen Menschenbildes und die Orientierungssicherheit im integrativen Handeln, die die bewusste Implementierung eines Konzeptes in einer Einrichtung bieten kann, hervor.

Zuletzt präsentierte Roland Keil das Konzept „KISS“ - Kontrolle im selbstbestimmten Substanzkonsum. Hierbei steht der einzelne Suchtkranke mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt und kann ohne bewertet zu werden selbstständig Konsumziele festlegen. Mit der Unterstützung von Programmen wie KISS/ KT, kann auch jenen Suchtkranken geholfen werden, für die ein sofortiger Entzug eine zu hohe Hürde darstellen würde.

Die Fachvorträge boten eine Vielzahl an Gedanken und Impulsen und regten den fachlichen und persönlichen Austausch zwischen Trägern, Fachkräften und Referenten an. Der Fachtag in Vierzehnheiligen leistete somit einen wertvollen Beitrag, die Weiterentwicklung der Heilerziehungspflegeausbildung gemeinsam zu gestalten und die Erkenntnisse und Impulse in die alltägliche Arbeit in die eigene Einrichtung zu tragen. Unter dem Motto „Dialog – Chancen – Perspektiven“ blickt Frank Fischer (HEP-Schulleitung aus Schweinfurt) auf den Fachtag zurück und stellt fest, dass „die Idee von Dialog und Diskurs sowohl auf der Ebene der Ausbildung - zwischen Fachschule und Praxisstelle, als auch im Rahmen eines Fachtages einen wertvollen Beitrag leistet, um Zukunft gemeinsam zu gestalten!“

Projekttag „Nachhaltige Lebensstile“ am Bildungszentrum Vierzehnheiligen


Wie können wir den Erhalt von Natur und Umwelt auch für zukünftige Generationen sicherstellen und welchen Beitrag kann jeder einzelne hierzu im Alltag leisten? Diesen und weiteren Fragen widmete sich in der vergangenen Woche ein Projekttag der Berufsfachschulen für Kinderpflege und Ernährung und Versorgung zum Thema „Nachhaltige Lebensstile“ am Bildungszentrum Vierzehnheiligen. Inhaltlich und organisatorisch vorbreitet wurde das Projekt von Schulleiterin Elvira Berkel und Angelina Ludwig (Fachlehrerin für Werken und Gestalten) in Kooperation mit der Umweltstation Weismain des Landkreises Lichtenfels. Unter der Leitung von Michael Stromer (Umweltstation Weismain) und dessen Team, bestehend aus Karin Braun, Kerstin Schmidt und Christian Luplow, setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Vorträgen und Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Aspekten des Themas Nachhaltigkeit auseinander. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Umweltstation wurden hierbei vom gesamten Lehrerkollegium der beiden Berufsfachschulen tatkräftig unterstützt.

Im Rahmen eines eindrucksvollen Vortrags konnte Michael Stromer die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Projekttags für das Thema Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt sensibilisieren. Hierbei machte Stromer die Schüler nicht zuletzt auch immer wieder auf ihr tägliches Verbraucher– und Konsumverhalten aufmerksam. Die Bedeutung des eigenen „ökologischen Fußabdrucks“ und des „Nachhaltigkeitsdreiecks“ spielten in diesem Zusammenhang ebenfalls eine wichtige Rolle.

Im Anschluss an den Vortrag konnten die Schülerinnen und Schüler je nach Interessenlage aus verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Themen „Artenvielfalt“, „Körperpflege“, „Konsumverhalten“, „Obst und Gemüse“, „Papier schöpfen“ und „nachhaltiges Einkaufen“ wählen und ihr Wissen vertiefen.Viele der Informationen regten dabei vor allem zum Nachdenken über das eigene Verhalten an. So erfuhren die Auszubildenden beispielsweise, dass eine Jeans, um in den Verkauf nach Deutschland zu gelangen, eine Wegstrecke von 40000 - 50000 km zurücklegt und danach als Jeans „Made in Germany“ verkauft wird.

Auch die Bedingungen in afrikanischen Bergwerken, unter denen Rohstoffe für die Handyproduktion gewonnen werden, rüttelten die Schülerinnen und Schüler auf. Kinderarbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sind hier an der Tagesordnung. Viele nehmen diese Bedingungen für einen äußerst geringen Arbeitslohn jedoch auf sich, um ihre Familien zu versorgen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Zum Abschluss des Projekttages trafen sich alle Arbeitsgruppen um ihre neugewonnenen Erkenntnisse untereinander auszutauschen. So verriet schon der erfrischende Zitronenduft, dass Deos sehr einfach selbst hergestellt werden können. Das Team um Frau Ludwig präsentierte eigen geschöpftes Papier, eine andere Gruppe zeigte, dass aus alten T-Shirts Einkaufstaschen hergestellt werden können. Die Arbeitsgruppe „Artenvielfalt“ klärte auf, wie wichtig der Schutz und die Versorgung von Bienen und anderen Insekten für den Fortbestand unserer Obstversorgung sind und erfreute die Anwesenden mit selbstgebackenen Müsliriegeln. Michael Stromer überraschte mit Kurzfilmen über Äpfel und Kartoffeln.

Bewusst wurde allen Beteiligten, dass wenn jeder bereits einen kleinen Beitrag im Alltag leistet, man in der Summe dem Ziel, unsere Natur und Umwelt auch für zukünftige Generationen zu erhalten, ein großes Stück näher kommt. Als erster Schritt gilt hierbei das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen.

Silvia Wagner

 

Bamberger Kinder- und Jugendtheaters Chapeau Claque gastiert am Bildungszentrum Vierzehnheiligen

Mobiles Präventionsstück „Drug Diaries“

Warum fange ich an, brauche ich mehr, komme nicht mehr davon los? Und was gibt mir sonst Halt, wenn‘s mal nicht so läuft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Bamberger Kinder- und Jugendtheater Chapeau Claque in seinem mobilen Theaterstück „Drug Diaries“, das vor kurzem am Bildungszentrum Vierzehnheiligen gastierte. Konzipiert wurde das Präventionsstück in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse. Es zeichnet eine typische Suchtentwicklung nach und versucht die Gründe des Suchtmittelkonsums im Jugendalter zu hinterfragen.

Die Geschichte dreht sich um die Schüler Ben und Anna. Beide sind ein Paar und begeisterte Musiker, die mit ihrer Band vom großen Erfolg träumen. Der Schulabschluss ist bereits in greifbarer Nähe, Ben und Anna schmieden gemeinsam Pläne und freuen sich bereits auf ein Leben in der Großstadt. Als Ben allerdings den Drogendealer Max kennenlernt und von ihm eine „Kräutermischung“ kauft, wendet sich das Blatt. Ben wird mehr und mehr abhängig, Probleme im Alltag und in seiner Beziehung mit Anna sind die Folge.

„Die Aufführungen hat uns sehr gut gefallen, Anregungen zum Nachdenken gegeben und uns die Auswirkungen des Drogenkonsums klar verdeutlicht“, so Antonia Mönch und Eva Schick, Schülerinnen der Klasse EuV 16. Nach der Vorstellung bot sich den Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschulen für Kinderpflege und Ernährung und Versorgung außerdem noch die Möglichkeit, mit den Protagonisten in lockerer und ungezwungener Atmosphäre über das Thema Drogen- bzw. Suchtmittelkonsum zu diskutieren. Die Aufführung an den Berufsfachschulen kam auf Empfehlung des Sachgebiets „Gesundheit“ des Landratsamtes Lichtenfels im Rahmen der Suchtprävention zustande.

 

Erfolgreicher Auftakt: Erster Fachtag für Erzieherinnen und Erzieher der GGSD in Vierzehnheiligen

Gemeinsam vorurteilsbewusste Pädagogik umsetzen

Haben Kinder bereits Vorurteile? Lange Zeit ging man davon aus, dies sei nicht der Fall. Doch das stimmt nicht. „Bereits in der Kita „probieren“ Kinder Vorurteile – und leiden unter den Vorurteilen anderer. Wir müssen uns dessen bewusst werden“, sagte Diplom Pädagogin Petra Wagner im Rahmen des ersten Fachtags für Erzieherinnen und Erzieher der GGSD am Bildungszentrum Vierzehnheiligen. Zu diesem eingeladen hatten die Coburger Fachakademie für Sozialpädagogik und das Seminar für Fort- und Weiterbildung Vierzehnheiligen Ende Oktober unter dem Motto „Gemeinsam vorurteilsbewusste Pädagogik umsetzen“. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, sich eingehend mit vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen auseinanderzusetzen. Den Einstieg in die Thematik lieferte Diplompädagogin Petra Wagner mit ihrem Vortrag über vorurteilsbewusste Pädagogik. Sie leitete von 2000 bis 2010 drei große Kinderwelten-Projekte am Institut für den Situationsansatz (ISTA) und ist seit 2011 Direktorin des Instituts und Leitung der Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Berlin und darüber hinaus auch Autorin mehrerer einschlägiger Fachbücher.

Im Verlauf ihres Vortrags erläuterte Petra Wagner neben der generellen Bedeutung von Vorurteilen in pädagogischen Kontexten auch zentrale Ziele einer vorteilsbewussten Bildung und Erziehung und erklärte, welchen Beitrag diese im Sinne der „Partizipation“ in Kindergarten und Grundschule leisten können. Wesentlich sei es, Kinder in ihren Identitäten zu bestärken und eine bewusste bzw. aktive Auseinandersetzung der Kinder mit Unterschieden zu begleiten. Kinder sollten außerdem beim Umgang mit dem Thema Ungerechtigkeit unterstützt werden und dazu ermutigt werden etwas zu tun, wenn Sie feststellen, dass etwas ungerecht ist. „Hierbei handelt es sich um ein umfassendes Empowerment, das aus den Bildungsprozessen von Kindern nicht die Frage nach Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit ausklammert“, so Wagner. 

Im Anschluss konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtags mittels vier verschiedener Workshops zu den Themen „Die Interaktion mit Kindern vorurteilsbewusst gestalten“, „Die Lernumgebung vorurteilsbewusst gestalten“, „Die Zusammenarbeit mit Eltern vorurteilsbewusst gestalten“ und „Traumapädagogik“ praxistaugliche Ideen für den beruflichen Alltag und die pädagogische Arbeit mit Kindern erschließen.Die Ergebnisse der Workshops wurden am Ende der Veranstaltung dem Plenum vorgestellt. Der Fachtag für Erzieherinnen und Erzieher in Vierzehnheiligen war gleichzeitig auch der Abschluss der Veranstaltungsreihe, die Anfang des Jahres anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Coburger Fachakademie für Sozialpädagogik initiiert wurde.

 

Generalprobe für die politische Willensbildung

Landesweites Projekt „Juniorwahl“ ermöglicht Schülern am Bildungszentrum Vierzehnheiligen das Üben und Erleben von Demokratie

Bereits zwei Tage vor der Landtagswahl am vergangenen Sonntag konnten die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen der Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung und Kinderpflege am Bildungszentrum Vierzehnheiligen der GGSD ihre Stimmen abgeben und damit den Bayerischen Landtag wählen – zumindest auf Probe. Ermöglicht wurde dies durch die Beteiligung des Bildungszentrums am landesweiten Schulprojekt „Juniorwahl“ zur Landtagswahl 2018 an dem in ganz Bayern 637 Schulen mit mehr als 115.000 Schülerinnen und Schülern teilnahmen. Ziel des Projekts war, das Erleben und Erlernen von Demokratie zu ermöglichen und junge Menschen auf die zukünftige politische Partizipation vorzubereiten. Bei der Umsetzung bekamen die Schüler der Berufsfachschulen in Vierzehnheiligen prominente Unterstützung. Ulrike Gote, Landtagsvizepräsidentin und Mitglied des Fraktionsvorstands der grünen Landtagsfraktion, ermöglichte mittels einer Spende in Form einer „Demokratie – Aktie“ den Erwerb des didaktischen Begleitmaterials und der Materialien zur Organisation des Wahlaktes. Außerdem machte sie sich am Tag der Wahl ein Bild vom Urnengang der Schüler und stand im Anschluss auf der „Grünen Couch“ für Fragen zu ihrer Person und den Zielsetzungen ihrer Partei zur Verfügung.

Zahlreiche Vorbereitungen nötig

In den Wochen vor dem mit Spannung erwarteten ersten Urnengang hatten Bernhard Denk und Melanie Reuter als projektverantwortliche Lehrkräfte die Juniorwahl zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Klassen bereits sorgfältig vorbereitet. Wer wird bei der Landtagswahl gewählt? Welche Aufgaben hat der Bayerische Landtag? Wie funktioniert das Wahlsystem zur Landtagswahl in Bayern und worauf muss bei der Vorbereitung und Durchführung einer Wahl geachtet werden? Diese und viele weitere Fragen galt es im Unterrichtsfach Sozialkunde vorab zu klären. „Vor allem aber war es wichtig, die Auszubildenden für das Wählen zu begeistern. Denn wer einmal wählt, wählt erfahrungsgemäß immer“, so Bernhard Denk.

Wahlvorgang unter realen Bedingungen

Am vergangenen Freitag war es dann schließlich soweit, alle Schülerinnen und Schülern die über eine persönliche Wahlbenachrichtigung verfügten, durften im eigens hierfür eingerichteten Wahllokal am Bildungszentrum Vierzehnheiligen mit Originalunterlagen wählen. Die im Vorfeld bestimmten Wahlhelfer aus den einzelnen Klassen sorgten für einen reibungslosen Ablauf der gesamten Wahl: So prüften sie beispielsweise die Wahlberechtigung mittels Wählerverzeichnis und Ausweis, gaben Stimmzettel aus und beaufsichtigten die ordnungsgemäße Stimmabgabe an der Wahlurne. Anschließend wurden die Stimmen ausgezählt. Das offizielle Ergebnis der Juniorwahl zur Landtagswahl 2018  ist auf der Homepage des Projekts unter www.juniorwahl.de einsehbar.

Abschlussfeier Praxisanleiter 08.06.2018

 

 

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