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Online-Treffen für Berater*innen

Was Sie für Ihre Beratungen zum „Assistierten Suizid“ und zur „Corona-Krise“ wissen wollen (und sollten)

In unserem 1. Online-Treffen für Berater*innen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht bzw. zur Gesundheitlichen Versorgungsplanung setzen wir zwei Themenschwerpunkte. Dabei beschäftigen uns eine Reihe von Fragen.

1. Assistierter Suizid: Die Bedeutung des wegweisenden BVerfG-Urteil in der Beratung?
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem spektakulären Urteil Ende Februar 2020 das gesetzliche Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung für nichtig erklärt: „Das allgemeine Per-sönlichkeitsrecht (Artikel 2 Abs.1 in Verbindung mit Artikel 1 Abs.1 GG) umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen“, lautet die entscheidende Passage im Urteil. Im Schatten der Corona-Krise gibt es sowohl in den Medien, z.B. Fernsehspiel „Gott“, in den Wohlfahrtsverbänden und auch in der Palliativszene heftige Diskussionen zu diesem Urteil.
Was waren die Motive der Kläger und die Erwägungen des Zweiten Senates des BVerfG? Welche Konsequenzen hat das Urteil? Welche Ideen zur Neuregelung und Umsetzung des Urteils sind im Raum? Wie können wir in der Beratung auf Fragen zu diesem Sterbeweg reagieren?


2. Corona-Krise und Beratung: Wie vor Übertherapie oder Unterversorgung schützen?
Die alles überlagernde Corona-Krise verunsichert auch in den Bera-tungen: Wann kommt eine Patientenverfügung bei einer Covid-19-Infektion überhaupt zur Geltung? Vergebe ich Behandlungschancen, wenn ich in der PV invasive Beatmung verboten habe? Braucht es eine Zusatzregelung? Müssen die Situationen, für die Behandlungswünsche oder -verbote verfügt wurden, präzisiert werden?
Wer kann überhaupt potenziell von einer Einweisung ins Krankenhaus oder intensiv-medizinischen Behandlung profitieren - und wer nicht? Und wenn eine Einweisung ins Krankenhaus medizinisch vertretbar erscheint: Mit welchen Risiken und Belastungen müssen die betroffe-nen Personen bei einer Intensivtherapie (mutmaßlich) rechnen? Wie sieht die Versorgung aus, wenn eine maximale Intensivtherapie abge-lehnt würde? Und wie ist diese Alternative zu sichern? Wie sind die Erfahrungen, ob und wie Szenerien und Wünsche im Gespräch mit Ärzt*innen, Betroffenen und Stellvertreter*innen thematisiert werden?

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