"Vertrauen ist ein Mechanismus zur Reduktion von Komplexität"

(Niklas Luhmann)

Konzept

Pflegephilosophie und Leitbild

Pflegephilosophie und Leitbild

1. "Die Würde des Menschen ist ein unveräußerliches, aber sehr verletzliches Merkmal" (Gebrüder Grimm)
Die Vielfalt des Menschen wahrzunehmen, ihm in Toleranz und Offenheit zu begegnen, Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit zu fördern ist prägende Grundlage unseres Pflegeverständnisses und entspricht unseren Grundsätzen von Pluralität, Gleichheit und Toleranz.

2. Der Mensch besitzt eine umfassende Selbsthilfefähigkeit. Diese Fähigkeit wird eingeschränkt durch körperliche und seelische Erkrankungen und durch gesellschaftliche Einflüsse. Daraus ergibt sich ein Selbsthilfedefizit. Es ist Aufgabe der Pflege, dieses Selbsthilfedefizit auszugleichen und zu verringern. So begründet sich ihre rehabilitierende und aktivierende Zielsetzung.

3. Im Pflegeprozess sind die Hilfebedürftigen, die Pflegekräfte und die Angehörigen gemeinsam gestaltende Partner.

4. Pflege stellt in ihrer Pflegeanamnese die individuellen Ressourcen der Hilfebedürftigen bezogen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens fest. Daraus entwickelt sich ein veränderter Lebensentwurf.

5. Die unmittelbare Pflege ist Kontaktpflege. Sie berührt und orientiert sich dabei an der Pflegeprozessplanung, in der die Wünsche und Bedürfnisse der Pflegekunden integriert sind und die notwendige Akzeptanz hergestellt ist.

6. Pflege kann nicht alles geben, aber vieles ersetzen. Sie ist zugleich theoretisch abstrakt und menschlich ganz nah. Das ist ihre Professionalität.

7. Pflege stützt die Ganzheit der Lebensbeziehungen.

Pflege gibt Sicherheit.