1. Berufliche Bedeutung
Die Pflege - sowohl die Alten- als auch die Krankenpflege - ist einem tiefgreifenden Wandel unterworfen und stellt die Pflegeberufe vor große Herausforderungen und die Pflegekräfte unter einen ständiger Anpassungsdruck.
Neue gesellschaftliche und soziale Entwicklungen und eine Vielzahl gesundheits- und versorgungspolitischer Entscheidungen erfordern zudem ein stetiges Umdenken und führen zu einer Zunahme ethischer Konfliktsituationen.
Die Frage, ob sich damit die Aufgaben der Pflege verändern werden, ist im Berufsalltag längst beantwortet und nicht mehr zu diskutieren.
Unstrittig ist, dass Information, Beratung von Pflegebedürftigen bzw. Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen und Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der eigenen Einrichtung immer mehr an Bedeutung gewinnen werden gegenüber den eigentlichen („originären“) Pflegetätigkeiten.
Die Zukunftsfähigkeit von Einrichtungen wird davon abhängen, inwieweit es ihnen gelingt, diese veränderten Arbeitsschwerpunkte wahrzunehmen.
Eine spezielle Funktion nehmen in diesem Arbeitsfeld die Praxisanleiterinnen und -anleiter ein mit ihrem Schwerpunkt der Information, Beratung und Anleitung von Auszubildenden, denn die Qualität einer Ausbildung sichert die zukünftige Pflege- und Betreuungsqualität einer Einrichtung und auch die dauerhafte Bindung der dort Ausgebildeten an die Einrichtung.
2. Fortbildungsziele
Die Erfüllung der berufspädagogischen Aufgaben erfordert von den Praxisanleiterinnen und -anleitern die Fähigkeit, unterschiedliche Funktionen einnehmen zu können, eine:• lehrende Funktion, da sie mit Auszubildenden die theoretischen Inhalte aus der Berufsfachschule wiederholen und ihnen dann praktische Fertigkeiten vermitteln.
• beratende Funktion, da sie Auszubildende in ihren individuellen Lernerfahrungen begleiten.
• administrative und informatorische Funktion, da sie ausbildungsrelevante Regelungen unterstützen und den regelmäßigen Austausch mit den Berufsfachschulen pflegen.
• beurteilende Funktion, da sie an der Bewertung und Benotung von Leistungen von Auszubildenden mitwirken u n d
• beratende, informatorische und anleitende Funktion als Praxisanleiter/in, da sie häufig auch die (Anpassungs-)Weiterbildungen von Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrern und die Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen.
3. Unser berufsfeldorientiertes Bildungskonzept
Unsere Weiterbildung ist eine didaktisch stimmige Abfolge aus fachlicher Erarbeitung von Lerninhalten in praxisnahen und handlungsorientierten Präsenzphasen, Selbststudienphasen, Projektarbeit und Reflexion.Studienbriefe für die Selbststudienphasen ergänzen die handlungsorientierte Erarbeitung der Lerninhalte in den Präsenzphasen. In den Selbststudienphasen bestimmen die Teilnehmenden an der Weiterbildung ihre Lernzeit und ihren Lernort weitgehend selbst.
Ihre Bildungspartner
Erfahrene Autorinnen und Autoren aus Praxis und Wissenschaft erstellen die Studienbriefe. Teilnehmende arbeiten und lernen mit Gerontologinnen und Gerontologen, Pädagoginnen und Pädagogen, Therapeutinnen und Therapeuten und erfahrenen Pflegekräften. Die kontinuierliche Begleitung und Betreuung übernimmt die Kursleitung.4. Sie lernen
A. Anleitungsqualifikationen 152 Theoriestunden davon 38 Std. in SelbstlernphasenB. Strukturelle Qualifikation 48 Theoriestunden davon 24 Std. in Selbstlernphasen
Praxisanleitung in der Alten- und Krankenpflege Berufspädagogische Weiterbildung mit Selbstlernphasen wird angeboten in Coburg, Ingolstadt, Nürnberg,
